Nun hat der Aufsichtsrat bis in die Nacht getagt, wichtige Entscheidungen gefällt und den BER wieder auf Kurs gebracht. Das 15köpfige Aufsichtsgremium hat sich damit klar als handlungsfähig erwiesen, die Öffentlichkeit ist vorerst beruhigt – der BER rückt wieder in greifbare Nähe.
Der geneigte Leser wird die obige Einleitung wahrscheinlich als Satire empfinden. Nur leider sind die Mittel der Satire bei diesem desaströsem Flughafenprojekt nicht mehr ausreichend – es ist purer Sarkasmus! Denn was hat der von völliger Unkenntnis gekennzeichnete Aufsichtsrat am Himmelfahrtstag eigentlich wirklich verkündet?
Er hat in seiner unnachahmlichen Weitsicht drei Weichen gestellt: einen Geschäftsführer entlassen, den Generalplaner geschasst und einen neuen Eröffnungstermin festgelegt. Toll! Möchte man sagen – aber werden diese drei Weichenstellungen den BER nun tatsächlich zum Ziel führen? Oder sind sie einfach nur weitere Sargnägel für das Fluchhafenprojekt?